Von Buer an den Broadway

Von Buer aus an den Broadway nahm die dritte Kulturnacht des Schalthauses Bergmannsglück am 30. August ihre Gäste mit. Und dort wartete bereits der Folkwang-Absolvent Oliver Morschel auf die Besucher, der mit „New York, New York“ in die Rolle des Frank Sinatra schlüpfte.

„Black and White“, das war das Motto der Kulturnacht. Dabei ging es um kulturelle und auch künstlerische Gegensätze und das Potenzial, das in deren Miteinander liegt. Beispielhaft ging deshalb die Reise an den Big Appel. Und der wurde auch vom Broadway-Stepptänzer Tarik Winston vertreten, der mit den Breakdancern Daniel Otta und Thomas Auth ein furioses Cross-Over zum Jackson-Hit „They Don’t Care About Us“ bot. Aus New York kam auch Warren Richardson, der zwölf Jahre Mitglied des „STOMP“-Ensembles war und mit den lokalen Newcomern Tim Cleve und Jan Müller über drei Monate eine Show erarbeitet hatte, die ihrem Namen „Feel The Beat“ alle Ehre machte.

Die Kulturnacht war wieder eine Nacht der Premieren. So wurde das Tanz-Stück „Stop The War“ von der Company von Folkwang-Tänzer Danilo Cardoso uraufgeführt. Während hier die Botschaft des Abends getanzt wurde, war sie in der Galerie und sogar auf der Bühne auf Leinwand gebannt zu sehen. Hier waren die Arbeiten von Monika Schmidt ausgestellt, die ebenfalls das Miteinander von schwarz-weißen Gegensätzen künstlerisch umgesetzt hatte.

Emotionaler Höhepunkt und zugleich das Finale der musikalischen Reise war „Heal The World“, auf die Bühne gebracht von der Kulturnacht-Projektband, den Sängern Oliver Morschel und Inga Krischke, der neuen Schalthaus-Band und weiteren Ensemble-Mitgliedern.

Im dritten Akt traten die Akteure mit den Gästen die Heimreise an. Diesmal allerdings landete das Flugzeug in Köln/Bonn und damit direkt vor der Haustür der Paveier, denen der letzte Teil der Kulturnacht gehörte. Und die renommierte Band aus Köln verstand es, das Publikum bestens zu unterhalten.

Besonders froh waren die künstlerischen Leiterinnen, Monika und Kira Schmidt, die Band gewonnen haben zu können und auch, dass sie ein Cross-Over mit Danilo Cardoso präsentierten, das im Schalthaus erarbeitet worden war. Der junge Tänzer nämlich setzte in einer poetischen Choreografie das Lied „Morje“ um.

Die dritte Kulturnacht war ein rundum gelungener Abend, der die Gäste begeisterte und mitnahm, der eine Botschaft transportierte und zugleich von einigen Besuchern augenzwinkernd in einem Atemzug mit Wacken und „Rock am Ring“ genannt wurde.