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Ein Theater – eine lang gehegter Traum

Schon im Jahr 1998, als die Zukunft des Zechengeländes Bergmannsglück erstmals zur Diskussion stand, entwickelten Monika und Kira Schmidt die Idee, auf der Fläche im Stadtnorden ein Theater zu gründen. Gemeinsam mit Stadtplanern von der Uni Bochum, die eine Zeit lang im Alfred-Schmidt-Haus arbeiteten, wurde das Gelände hauptsächlich kulturell und kreativwirtschaftlich beplant. Trotz allseitiger Begeisterung wurde diese Idee aus finanziellen Gründen zunächst zurück gestellt – der Traum vom Theater aber blieb bei Monika und Kira Schmidt fest im Herzen und im Kopf.
Als sich dann 2007 die DSK von Bergmannsglück zurückzog, wurde die Idee wieder konkreter. Der Geländestreifen an der Bergmannsglückstraße sollte ausgehend vom Alfred-Schmidt-Haus zur Kulturmeile werden. Finanziert weden sollte alles durch das Integrierte Interkommunale Handlungskonzept, das jedoch nicht realisiert werden konnte.
Im Jahr 2012 ging alles auf einmal ganz schnell: Mit dem Schalthaus wurde den Initiatorinnen eine passende Halle angeboten. Die Planungen wurden konkreter, das Konzept für das Schalthaus Bergmannsglück wurde aus der Taufe gehoben. Und auch, wenn es bis zur Eröffnung noch etwas dauert, erste Produktionen gab es schon bei den Kulturnächten zu sehen. Und auch an weiteren Projekten wird fleißig gearbeitet.
Insbesondere im Jahr des 30-jährigen Bestehens des Alfred-Schmidt-Hauses ist die Erweiterung um ein solches Schaffensfeld eine herausragende Möglichkeit, Kultur an diesem Standort noch weiter zu etablieren und sie für jeden erlebbar zu machen.

Die Beweggründe für die Kulturnächte

Alfred Schmidt war Studienkollege von Wolf Vostell und Joseph Beuys. Die drei verband eine enge Arbeitsbeziehung und Freundschaft. Gemeinsam entwickelten sie die These, Kunst ist Lebensmittel. Und auch als sich die künstlerischen Wege trennten, verfolgte jeder diesen Grundsatz.

Alfred Schmidt bewog er, die Kunst zu den Menschen zu bringen. Sie nicht nur im Museum zu präsentieren sondern an Orten, wo Menschen leben und arbeiten. Nach dem Tode Alfred Schmidts arbeiteten Monika und Kira Schmidt in diesem Sinne weiter. Allerdings in etwas abgewandelter Form, denn sie luden zu sich ein. Tatsächlich fanden ab 1999 die hauseigenen Kulturveranstaltungen im „Wohnzimmer“ des Alfred-Schmidt-Hauses statt, zuweilen auch im Garten und auf dem Hof. In lockerer Atmosphäre fand hier Kultur statt. Und so ist es bis heute. Dabei steht die These, Kunst ist Lebensmittel, immer Mittelpunkt. Aus diesem Grunde nämlich, finden die Kulturnächte traditionell bei freiem Eintritt statt. Alle Menschen sollen an diesen Kulturfesten teilhaben können, es soll keine finanzielle Hürde geben.

Deswegen sind die Initiatorinnen auf Unterstützung angewiesen. Wer eine Theaterkarte hätte bezahlen können, darf sich auch hier an der Idee, Kunst jedem zugänglich zu machen, finanziell beteiligen und durch sein eigenes Engagement bestätigen, dass Beuys, Vostell und Schmidt mit ihrer Vision richtig lagen.

Die Initiatorinnen

Die Initiatorinnen und künstlerischen Leiterinnen des Schalthauses sind Monika und Kira Schmidt. Sie arbeiten gemeinsam mit zahlreichen Künstlern, organisatorischen und technischen Helfern, sowie Bildungseinrichtungen und internationalen Organisationen zusammen, um das Konzept des Schalthauses bestmöglich umzusetzen.